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Sterbeversicherung ab 60 — Lohnt sich das noch?

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Sterbeversicherung ab 60 — Lohnt sich das noch?

Sterbeversicherung ab 60 — Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ab 60 noch sinnvoll: Ja, Beiträge sind erhöht aber noch finanzierbar (ca. 25–50 €/Monat für 8.000 €)
  • Ab 70 deutlich teurer: Beiträge können 50–100 €/Monat übersteigen
  • Ab 80 kaum Anbieter: Wenige Versicherer nehmen Neuanträge über 80 Jahre an
  • Alternative: Bestattungsvorsorge direkt beim Bestatter möglich

„Bin ich mit 60 Jahren nicht schon zu alt für eine Sterbeversicherung?" — Diese Frage stellen sich viele Menschen, die sich erst spät mit dem Thema Bestattungsvorsorge befassen. Die gute Nachricht: Mit 60 Jahren ist eine Sterbeversicherung absolut noch möglich und in vielen Fällen sinnvoll. Allerdings gilt: Je länger Sie warten, desto teurer wird es. Dieser Ratgeber zeigt, was Sie ab 60, 70 und 80 Jahren noch erwarten können.

Ab wann ist eine klassische Risikolebensversicherung keine Option mehr?<\/h2>
Berater erklärt Paar im Büro die Sterbeversicherung ab 60

Klassische Risikolebensversicherungen — also Versicherungen, die die Familie bei einem frühen Tod absichern — werden ab ca. 65–70 Jahren schwierig oder sehr teuer. Die meisten Anbieter nehmen Neuanträge für Risikolebensversicherungen nur bis zum Eintrittsalter von 60–65 Jahren an.

Der Grund: Die Risikolebensversicherung ist konzipiert, um das Risiko eines vorzeitigen Todes abzusichern — also dann, wenn noch Unterhaltsverpflichtungen, Kredite oder andere finanzielle Verantwortlichkeiten bestehen. Ab einem gewissen Alter entfallen diese Risiken meist.

Die Sterbeversicherung (auch Sterbegeldversicherung genannt) füllt diese Lücke: Sie ist speziell für ältere Menschen konzipiert, hat keine Laufzeitbegrenzung und endet erst mit dem Tod der versicherten Person.

Sterbeversicherung mit 60–69 Jahren: Kosten und Konditionen<\/h2>

In den 60er Jahren ist die Sterbeversicherung noch gut zugänglich. Die meisten Anbieter nehmen Neuanträge problemlos an, die Gesundheitsfragen sind überschaubar, und die Beiträge sind erhöht — aber noch finanzierbar.

Alter bei Abschluss 8.000 € Versicherungssumme (NR) 8.000 € Versicherungssumme (Raucher) Anbieter-Verfügbarkeit
60 Jahre ca. 25–40 €/Monat ca. 35–60 €/Monat Fast alle Anbieter
65 Jahre ca. 35–55 €/Monat ca. 50–80 €/Monat Die meisten Anbieter
70 Jahre ca. 50–80 €/Monat ca. 70–115 €/Monat Viele Anbieter
75 Jahre ca. 75–120 €/Monat ca. 105–170 €/Monat Noch einige Anbieter
80 Jahre ca. 100–160 €/Monat schwer erhältlich Wenige Anbieter

Richtwerte für Nichtraucher (NR) — konkrete Angebote über Vergleichsrechner abfragen.

Sterbeversicherung mit 70–79 Jahren: Noch möglich, aber teurer<\/h2>

Ab 70 Jahren steigen die monatlichen Beiträge deutlich. Für eine Versicherungssumme von 8.000 € müssen Nichtraucher mit ca. 50–80 € im Monat rechnen. Das bedeutet: Innerhalb von 8–10 Jahren hat man bereits die Versicherungssumme an Beiträgen eingezahlt.

Trotzdem gibt es gute Gründe, auch mit 70+ noch abzuschließen:

  • Wenn keine Ersparnisse für die Bestattung vorhanden sind
  • Wenn die Angehörigen finanziell nicht in der Lage wären, 5.000–10.000 € für eine Beerdigung aufzubringen
  • Wenn eine psychologische Entlastung gewünscht ist — die Gewissheit, alles geregelt zu haben

Wichtig: Wer mit 70 oder 75 abschließt, sollte vor allem auf die Wartezeit achten. 3 Jahre Wartezeit in diesem Alter bedeutet, dass voller Schutz erst ab 73 oder 78 Jahren besteht.

Sterbeversicherung ab 80 Jahren: Kaum noch Anbieter<\/h2>

Ab 80 Jahren wird der Markt sehr dünn. Die meisten Versicherer nehmen keine Neuanträge mehr an oder verlangen extrem hohe Beiträge. Der Grund ist einfach: Die statistische Lebenserwartung lässt kaum noch Spielraum für eine kostendeckende Kalkulation.

Wer mit 80+ Jahren noch eine Absicherung für Bestattungskosten sucht, hat folgende Möglichkeiten:

  • Tarife mit garantierter Annahme: Einige Spezialanbieter nehmen Versicherte bis 84 oder 85 Jahre an — zu sehr hohen Beiträgen und mit einer langen Wartezeit.
  • Einmalbeitrag-Tarife: Statt monatlicher Zahlung einen größeren Betrag einmalig zahlen.
  • Bestattungsvorsorge beim Bestatter: Direkt beim Bestatter einen Vorsorgevertrag abschließen (s.u.).

Alternative: Bestattungsvorsorge direkt beim Bestatter<\/h2>

Eine oft übersehene Alternative zur Sterbeversicherung ist die Bestattungsvorsorge direkt beim Bestattungsunternehmen. Dabei zahlen Sie einen festgelegten Betrag (meist 3.000–8.000 €) für konkrete Bestattungsleistungen an einen Treuhandvertrag oder ein Sperrkonto des Bestatters.

Vorteile gegenüber der Sterbeversicherung:

  • Keine Wartezeit — der Schutz gilt sofort ab Einzahlung
  • Das Geld bleibt Ihr Kapital (treuhänderisch verwahrt)
  • Keine Gesundheitsfragen, kein Alter ist zu hoch
  • Die Bestattung ist konkret geplant und finanziell abgesichert
  • Kein Risiko, mehr einzuzahlen als ausgezahlt wird

Nachteil: Falls Sie umziehen und einen anderen Bestatter wählen möchten, kann die Übertragung kompliziert sein. Außerdem ist das eingezahlte Kapital weniger flexibel als eine Versicherungsauszahlung.

Fazit: Handeln, bevor es teurer wird<\/h2>

Die wichtigste Botschaft dieses Ratgebers: Je früher Sie eine Sterbeversicherung abschließen, desto günstiger sind die Beiträge — und desto mehr Anbieter stehen zur Auswahl. Wer mit 60 abschließt, zahlt deutlich weniger als wer es auf 70 verschiebt.

Wenn Sie älter als 75 Jahre sind und noch keine Vorsorge getroffen haben, lohnt sich trotzdem ein Vergleich: Auch wenn die Beiträge hoch sind, kann es für Ihre Angehörigen ein wichtiger Schutz sein.

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