Sterbegeldversicherung vs. Risikolebensversicherung: Für wen was?

Sterbegeldversicherung vs. Risikolebensversicherung — Auf einen Blick
- Sterbegeld: Klein (5.000–15.000 €), für Bestattungskosten, ohne Gesundheitsprüfung
- RLV: Groß (100.000–1.000.000 €), für Hinterbliebene, mit Gesundheitsprüfung
- Für Familien: RLV ist die richtige Wahl — Sterbegeld deckt nur Bestattungskosten
- Für Senioren: Sterbegeld sinnvoll, wenn RLV nicht mehr möglich oder erschwinglich
Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung werden oft verwechselt — dabei dienen sie völlig unterschiedlichen Zwecken. Dieser Artikel klärt, wann welche Lösung sinnvoll ist.
Direkter Vergleich
| Merkmal | Sterbegeldversicherung | Risikolebensversicherung |
|---|---|---|
| Typische Versicherungssumme | 5.000–15.000 € | 100.000–1.000.000 € |
| Zweck | Bestattungskosten | Familie/Kredit absichern |
| Gesundheitsprüfung | Keine (oder vereinfacht) | Ausführliche Gesundheitsfragen |
| Mindestalter | Keine (auch für Kinder) | In der Regel ab 18 |
| Höchstalter Abschluss | bis 80–85 Jahre | meist bis 65 Jahre |
| Prämien | Hoch (schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis) | Günstig (ab 8 €/Monat) |
| Für Familien geeignet | Nein — Summe zu gering | Ja — primäres Produkt |
Wann ist die Sterbegeldversicherung sinnvoll?
- Personen über 65, die keine RLV mehr abschließen können
- Personen mit schweren Vorerkrankungen, die von RLV abgelehnt werden
- Ergänzung: wenn keine Rücklagen für die Bestattung (ca. 5.000–10.000 €) vorhanden sind
Für Familien mit Kindern und/oder Kreditverpflichtungen ist die Sterbegeldversicherung keine Alternative zur RLV — die Summe ist zu gering.
Brauche ich Sterbegeld zusätzlich zur RLV?
Nicht zwingend. Wer eine ausreichende RLV hat, braucht kein separates Sterbegeld — die Summe der RLV reicht für Bestattungskosten und Familienschutz. Sterbegeld ist sinnvoll, wenn nach Ablauf der RLV keine ausreichenden Ersparnisse vorhanden sind.
Ist Sterbegeldversicherung teuer?
Ja — im Vergleich zur RLV ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter. Wer gesund und unter 65 ist, zahlt für 15.000 € Sterbegeld oft mehr als für 300.000 € RLV. Der Grund: Sterbegeld-Versicherer akzeptieren alle Kunden ohne Gesundheitsprüfung und kalkulieren entsprechend.







