Rückkaufswert berechnen leicht erklärt

Wenn du deinen Lebensversicherungsvertrag beenden möchtest, erhältst du den sogenannten Rückkaufswert. Von unser lernst du, wie der Wert berechnet wird, welche Kosten abgezogen werden und welche Alternativen zur Kündigung bestehen. Weitere Informationen zu Steuern findest du im Artikel Steuerliche Vorteile der Lebensversicherung.

Was ist der Rückkaufswert

Familie auf dem SofaDer Rückkaufswert ist die Summe, die du bei einer vorzeitigen Kündigung von der Versicherung zurückerhältst. Er besteht aus dem Sparanteil deiner Beiträge abüglich Abschluss- und Verwaltungskosten sowie eventueller Stornoabzüge.

  • Einbezahlte Beiträge: Nur der Sparanteil fließt in die Berechnung ein.
  • Überschüsse: Bereits gutgeschriebene Überschüsse erhöhen den Rückkaufswert.
  • Stornoabzug: Manche Versicherer ziehen bei Kündigung einen Abzug ab. Vergleiche die Bedingungen verschiedener Anbieter.

Berechnung und Auszahlung

Versicherer verwenden versicherungsmathematische Formeln, um den Wert zu bestimmen. Je länger du eingezahlt hast, desto höher fällt der Rückkaufswert aus. Bei Altverträgen bleibt der Betrag steuerfrei, während bei Neuverträgen der Ertrag versteuert wird.

Kurzer Tipp: Fordere vor der Kündigung ein unverbindliches Angebot deines Versicherers an, um die genaue Summe zu kennen.

Alternativen zur Kündigung

Bevor du kündigst, prüfe andere Optionen:

  • Beitragsfrei stellen: Du setzt die Beitragszahlung aus, der Versicherungsschutz bleibt mit reduzierter Summe bestehen.
  • Verkauf der Police: Spezialisierte Ankäufer zahlen manchmal mehr als den Rückkaufswert.
  • Police beleihen: Du nutzt den Vertrag als Sicherheit für ein Darlehen und behältst gleichzeitig den Schutz.

Mehr Details findest du im Beitrag Kündigen vs. beitragsfrei stellen.

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Rückkaufswert-Entwicklung und Alternativen zur Kündigung

Der Rückkaufswert einer Lebensversicherung entwickelt sich in den ersten Jahren besonders ungünstig, weil die Abschlusskosten (Provision, Verwaltung) vorrangig in den ersten 5 bis 10 Jahren verrechnet werden — ein Verfahren, das als Zillmerung bezeichnet wird. Konkret bedeutet das: Nach 5 Jahren liegt der Rückkaufswert oft nur bei 50 bis 70 Prozent der eingezahlten Beiträge. Erst nach 15 bis 20 Jahren Laufzeit nähert sich der Rückkaufswert der Summe der eingezahlten Beiträge an, und Überschüsse kommen spürbar hinzu.

Bevor Sie Ihren Vertrag kündigen, sollten Sie zwei Alternativen prüfen: Bei der Beitragsfreistellung zahlen Sie keine weiteren Beiträge, der Vertrag bleibt jedoch mit reduzierter Versicherungssumme bestehen. So vermeiden Sie den Verlust durch niedrigen Rückkaufswert und behalten zumindest einen Teil des Versicherungsschutzes. Die zweite Option ist der Verkauf auf dem Zweitmarkt — spezialisierte Ankäufer zahlen oft 2 bis 5 Prozent mehr als den offiziellen Rückkaufswert, da sie den Vertrag weiterführen und von der späteren Ablaufleistung profitieren.

Tipp: Fordern Sie von Ihrem Versicherer eine aktuelle Standmitteilung mit Rückkaufswert und prognostizierter Ablaufleistung an. Nur mit diesen Zahlen können Sie fundiert entscheiden, ob Kündigung, Freistellung oder Verkauf die wirtschaftlich beste Lösung ist.


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Häufig gestellte Fragen

Für wen ist eine Lebensversicherung sinnvoll?

Eine Risikolebensversicherung ist besonders wichtig für Familien mit Kindern, Paare mit gemeinsamen Krediten (z.B. Baufinanzierung) und Alleinverdiener. Sie sichert die Hinterbliebenen finanziell ab, falls der Versicherte verstirbt.

Was ist der Unterschied zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall und hat niedrige Beiträge. Die Kapitallebensversicherung kombiniert Todesfallschutz mit einem Sparanteil — die Beiträge sind deutlich höher, dafür gibt es eine Auszahlung bei Vertragsende.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Als Faustformel gilt: 3-5 Jahresbruttoeinkommen. Bei einer Baufinanzierung sollte mindestens die Restschuld abgesichert sein. Berücksichtige auch laufende Kosten, Kinderbetreuung und den Lebensstandard deiner Familie.

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